A+W Genf realisiert ein zu 100 % energieautarkes Projekt

Die Pandemie- und die Ukraine-Krise konfrontieren uns schmerzhaft mit unserer Energieabhängigkeit. Doch jenseits dieser Ereignisse und Konjunkturzyklen bleibt die Distanz zwischen Produktion und Verbrauch respektive der Transport, das wiederkehrende Problem für Strom, Kohle, Gas und Öl.

Daher ist es von entscheidender Bedeutung, sich auf innovative Konzepte zu konzentrieren, die unseren Verbrauch fossiler Energien verringern und die Fähigkeit zur lokalen Produktion, zum Verbrauch und zur Speicherung verbessern können. 

Die Schwierigkeiten sind dabei immer dieselben: Es müssen technische Mittel für eine saubere Energiespeicherung gefunden werden, ohne Materialien mit hohem Kohlenstoffausstoss oder seltenen Erden (z. B. für Speicherbatterien) einzusetzen.

Als Teil dieser globalen Herausforderung will A+W den eigenen Energieverbrauch in Gebäuden revolutionieren. Dafür haben wir ein innovatives Konzept für ein zu 100% energieautarkes Gebäude entwickelt.

Die Speicherung von Wasserstoff ist eine perfekte Antwort auf das Ziel einer sauberen Energiespeicherung. Unser aktuelles Projekt ist die Errichtung eines ca. 40 m² grossen, zu 100% energieautarken Gebäudes in den Voralpen, in dem Gäste für einen oder mehrere Tage untergebracht werden können.

Grundlage unseres technischen Konzeptes ist die Energieproduktion mit Photovoltaik. Diese ist mit einem Brennstoffzellensystem gekoppelt, sodass wir völlig unabhängig «sauberen» Strom liefern können. Wir werden die von den Photovoltaikpaneelen erzeugte Energie nutzen, um mittels Elektrolyse Wasserstoff zu erzeugen, der anschliessend gespeichert werden kann. Diese Wasserstoffspeicherung wird genutzt, um eine Brennstoffzelle zu betreiben, die Strom liefert, um einerseits die gebäudetechnischen Anlagen zu betreiben und andererseits den Eigenbedarf der Nutzer (Beleuchtung und Steckdosen) des Gebäudes zu decken.

Das Konzept ist insofern innovativ, als es die saubere und autonome Speicherung von Energie zu jeder Zeit ermöglichen wird.

Durch dieses Experiment an einem konkreten Objekt hoffen wir, breitere Lösungen für die Bauindustrie und Gebäude mit größerem Leistungsbedarf entwickeln zu können.