© Sauerbruch Hutton
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Maaglive - Mehrwert für Zürich West

Maaglive ist ein Projekt auf dem Maag Areal beim Bahnhof Zürich Hardbrücke. Es ergänzt die heute prägenden Büronutzungen (z. B. im Prime Tower) mit Wohnen, Kultur und Gastronomie. Die über den ganzen Tag verteilten publikumsintensiven Nutzungen beleben das Maag Areal und schaffen einen Ort mitten in Zürich West, an dem man sich gerne aufhält.

Drei Gebäude - ein Wohnturm, ein Kulturhaus und das künftig denkmalgeschützte Gebäude K sind um einen baumbestandenen Quartierplatz angeordnet. Zusammen mit weiteren Grünflächen trägt dieser zur Hitzeminderung in Zürich West bei. Zudem öffnet Maaglive das Quartier und bietet neue Fuss- und Velowege.  

Das Siegerprojekt von Sauerbruch Hutton 

Drei sehr unterschiedliche Solitärbauten bilden ein Ensemble: ein Hochhaus, das inventarisierte Gebäude K und ein neues Kulturhaus. Dazwischen gibt es einen öffentlichen Raum als neue Mitte des Areals. Er ist mit hochstämmigen Bäumen bestanden und sorgt so für ein angenehmes Mikroklima.

Das Blätterdach schafft eine Aufenthaltsqualität, die auf diesem Teil des Areals bisher fehlt. Diese sowie die Nutzungen in den Erdgeschossen werden den Platz beleben. Das Hochhaus kann flexibel genutzt werden, wobei die Wohnnutzung überwiegt. Dort, wo die Lärmbelastung zu gross ist, ergänzen Studios die Kleinwohnungen.

«Die Projektstrategie von Sauerbruch Hutton ehrt die industrielle Vergangenheit und macht diese weiterhin im Quartier spürbar. Gleichzeitig schafft sie mit dem charmanten ‹Stadtwald› einen grosszügigen, zentralen Aussenraum mit identitätsstiftendem Charakter.»

Wettbewerbs-Jury

Minimierung der CO2-Emissionen

Die Swiss Prime Site Immobilien AG hat sich zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen im Betrieb bis 2040 auf netto-null zu reduzieren und sich bei Neubauten am Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) zu orientieren.

Das Projekt Maaglive geht in Bezug auf die Emissionen über die Vorgaben von SNBS hinaus. Optimierte Gebäudehüllen und die Verwendung erneuerbarer Energien werden Teil eines energetischen Gesamt-Konzeptes. Für die vorgesehenen Zertifizierungen SNBS und/oder BREEAM werden ambitionierte Bewertungen angestrebt. Bei diesen Zertifizierungen werden wir die Swiss Prime Site Immobilien AG mit unseren Fachleuten und Erfahrungen begleiten und unterstützen.

Ökologischer Stadtumbau

Hitzeminderung: Das Konzept beinhaltet viele der Handlungsansätze der Fachplanung Hitzeminderung der Stadt Zürich. Beispiele dafür sind der Dachgarten auf dem Wohnturm, die extensive Dachbegrünung auf dem Gebäude K sowie die Bepflanzung des Quartierplatzes und des angrenzenden Aussen- und Freiraums mit einheimischen Bäumen. Auch durch die Belagsstrukturen ist eine gewisse Sickerfähigkeit/Retention sowie Hitzeminderung des Gebiets sichergestellt.

Emissionsarme Mobilität: Die Licht- und die Maschinenstrasse werden geöffnet. Die neuen Fuss- und Velowege unterstützen die emissionsarme und gesunde Mobilität in der Stadt.

Zirkuläres Bauen und ressourceneffiziente Baustoffe: Baustoffe und Elemente, die rückgebaut werden, sollen so weit wie möglich wieder- oder weiterverwertet werden – entweder im Projekt selbst oder in anderen Bauten. Bei der Auswahl der Baustoffe wird auf eine CO2-reduzierte Herstellung und CO2-bindende Ausgestaltung geachtet. Entsprechend wird der Einsatz von Holzbaustoffen bevorzugt.
Die im Gebäude eingesetzten Materialien und Produkte erhalten einen Materialpass und werden in eine Datenbank aufgenommen, welche Einblick in die finanzielle und zirkuläre Bewertung, die Toxizität sowie das Rückbau- und Wiederverwertungspotenzial des verwendeten Materials. Damit wird das Gebäude als Baustoff-Lager verstanden und die Wiederverwertung maximiert.

Flexible Gebäudestrukturen: Vielfältig bespielbare, flexible Gebäudetypen erlauben längere Nutzungszeiträume und haben eine längere Lebensdauer. Sie ermöglichen eine hohe Nutzungsvielfalt und Umnutzungen sind einfach umsetzbar. Dort, wo ursprünglich in den Industriehallen nur Abendveranstaltungen möglich waren, wird in Zukunft ein Mix aus Wohnen, Arbeiten, Gastronomie und Kultur angeboten. So wird das Projekt den Ansprüchen an ein lebendiges Quartierzentrum mit vielfältigen Angeboten mehr als gerecht.

Ausführliche Informationen zum Wettbewerb und über die weiteren Etappen des Projektes finden Sie im Video und auf der Projekt-Webseite Maaglive.

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