Wie ist es eigentlich als Brandschutzexpertin bei A+W Lausanne zu arbeiten? – Marta Aguilar Blanes über Berufung und Talent

In unserer Branche ist Teamarbeit bei fast allen Projekten eine Grundvoraussetzung für den Erfolg. Ingenieur:innen und Architekt:innen können dabei mit ihrem vielfältigen Wissen und ihrer einzigartigen Perspektive einen besonderen Mehrwert schaffen. Unsere Mitarbeiterin Marta Aguilar Blanes ist Brandschutzexpertin bei A+W Lausanne und berichtet aus ihrem Berufsalltag, wo sie fast ausschliesslich mit Männern zusammenarbeitet.

Marta kommt ursprünglich aus Sevilla und hat in Spanien Architektur studiert, wo diese Ausbildung im europäischen Vergleich besonders anspruchsvoll ist. Nach ihrer ersten Anstellung in der Schweiz in einem Architekturbüro in Yverdon hat sie die Ausbildung zur Brandschutzfachfrau mit eidgenössischem Fachausweis absolviert. Anschliessend hat sie zu A+W Lausanne gewechselt und die Leitung einer Abteilung mit einem derzeit fünfköpfigen Team aus vier Männern und einer Frau übernommen.

Wie sieht Marta ihre leitende Funktion?

Auf unsere Frage, wie es ist, «in einem von Männern dominierten Berufsfeld Karriere zu machen», meint sie, dass sich ihr die Frage gar nicht stelle, «denn Frauen haben es schon immer verstanden, in Bereichen zu beeindrucken, in denen sie eher eine Ausnahme darstellen». Marta ist vielmehr der Ansicht, dass «die Familie der eigentliche Ort der weiblichen Emanzipation» sei, und erklärt: «Die Erfahrungen können deshalb je nach Unternehmenskultur und den beteiligten Charakteren sehr unterschiedlich sein.»  Weiter erklärt sie, dass bei Amstein + Walthert «die Zusammenarbeit zwischen den Fachkräften, Männern wie Frauen, harmonisch verläuft, da es um interessante Projekte geht, bei denen es in erster Linie auf umfassende Kompetenzen ankommt».

Generelles Verständnis durch Erfahrung in der Architektur

Für Marta ist die Brandschutzplanung ein wesentlicher Bestandteil des vorgelagerten Konzepts: «Dank meiner Ausbildung als Architektin fällt mir das für die Brandschutzplanung erforderliche räumliche Denken sehr viel leichter.» Sie ergänzt: «Es ist wichtig, dass man bei der Planung die technischen wie auch die architektonischen Anforderungen an das Gebäude gleichermassen berücksichtigt und nicht das eine dem anderen vorzieht. Denn eigentlich ergänzen sie sich sehr gut.»

Brandschutztechniker:innen sind in der Schweiz Fachkräfte, die sich auf Planung, Installation und Instandhaltung von Brandschutzkonzepten spezialisiert haben. Zu ihren Aufgaben zählen die Durchführung von Prüfungen und das Erstellen von Gutachten zur Bewertung der Brandrisiken in Gebäuden sowie die Planung und Umsetzung von Brandschutzmassnahmen. Marta arbeitet im Büro und auf der Baustelle mit fast allen Gewerken zusammen. Was ihre Gegenüber betrifft, betont sie, dass in erster Linie die Fachkompetenz und die Qualität der zwischenmenschlichen Beziehung zählen. Ihr kommt es darauf an, in positiver Atmosphäre jenseits von Geschlechtervorstellungen lösungsorientiert zu arbeiten.

Es zählen Fachkompetenz und berufliche Entwicklung

Bei den Rekrutierungsverfahren, an denen sie beteiligt ist, achtet sie darauf, wie neugierig und lernbereit die Bewerber:innen sind – und diese Qualitäten hängen nicht vom Geschlecht ab. Den Grund für den geringen Frauenanteil im technischen Bereich vermutet Marta in der unzureichenden Förderung von Frauen. «Bei Amstein + Walthert gibt es keine Geschlechterunterschiede. Es kommt allein auf die Kompetenz an. Daneben sind die Möglichkeiten der fachlichen Weiterbildung gross.» Das ist einer der Erfolgsfaktoren unseres Unternehmens: eine Politik der Fortbildung, die motiviert und jeder und jedem die Tür zum Erfolg öffnet. 

Marta sieht für Ingenieurinnen allgemein gute Entwicklungschancen in Schweizer Unternehmen, auch wenn sie im Vergleich zu Männern noch stark unterrepräsentiert sind. Amstein + Walthert fördert die Vielfalt und die Erhöhung des Frauenanteils in der Belegschaft. Weiter lobt sie die Weiterbildung, die allen die gleiche Möglichkeit eröffnet, beruflich voranzukommen. «Mit der beruflichen Weiterbildung und der voranschreitenden Digitalisierung in unserem Arbeitsumfeld haben wir dieselben Entwicklungschancen wie unsere männlichen Kollegen.»   

Zur Blog-Reihe «Wie ist es eigentlich als ...»

Die Gebäudetechnik ist in Männerhand. Frauen sind auch 2023 noch deutlich in der Unterzahl. Wie es ist, als Frau in der Baubranche und insbesondere bei Amstein + Walthert zu arbeiten, erfährst du in unserer Blog-Reihe «Wie ist es eigentlich als …». Über Vereinbarkeit von Studium und Beruf, Familie und Arbeit, die Reaktionen auf Baustellen, die Entwicklungsmöglichkeiten bei Amstein + Walthert und vieles mehr berichten monatlich Mitarbeiterinnen in verschiedenen Funktionen.