Der Campus Baar, Zug, steht für Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstes Umweltmanagement. Er umfasst drei neue Bürogebäude, welche verschiedene Geschäftsfelder und Werte der Bauherrschaft repräsentieren.
Bei der Planung des Campus Baar wurde ein wesentliches Augenmerk auf das Element Wasser gelegt.
Wassereinsparung
Ein integraler Bestandteil des Projekts ist ein ganzheitliches Wassermanagement, das auf die Reduktion des Verbrauchs und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen abzielt. Neben betrieblichen und hygienischen Anforderungen stehen insbesondere Langlebigkeit, geringer Wartungsaufwand und ein minimaler Wasserverbrauch im Fokus.
Im gesamten Projekt kommen konsequent wassersparende Armaturen zum Einsatz – darunter Waschtischarmaturen, Duschen, Urinale sowie Toiletten mit Zweimengenspülsystem. Sämtliche Armaturen entsprechen der Energieeffizienzklasse A. Die Kombination aus effizienter Technik und nutzungsabhängiger Steuerung ermöglicht eine deutliche Senkung des Wasserverbrauchs und unterstützt die nachhaltige Ausrichtung des Projekts.
Regenwassernutzung
Die Regenwasserbewirtschaftung basiert auf einer umfassenden und standortangepassten Strategie. Aufgrund der geologischen Gegebenheiten – insbesondere der zeitweise hohen Grundwasserstände – ist eine vollständige Versickerung von Meteorwasser nicht möglich. Stattdessen wird auf ein mehrstufiges Rückhalte- und Nutzungskonzept gesetzt. Die Dachflächen von insgesamt 3’380 m² werden gezielt zur Sammlung von Regenwasser genutzt. Dieses wird in einem zentralen Speichertank mit einem Volumen von 180 m³ gesammelt und für die Bewässerung der Aussenanlagen sowie für gestalterische Wasserelemente wiederverwendet.
Ergänzend dazu stehen 5’505 m² begrünte Flächen zur Verfügung, die als natürliche Retentionsräume wirken. Sie verlangsamen den Oberflächenabfluss, fördern die Verdunstung und unterstützen die schrittweise Versickerung des Wassers. Zusätzliche Rückhaltemassnahmen auf den Terrassenflächen sowie im Untergrund tragen zur Stabilisierung des gesamten Wasserhaushalts bei. Durch diese Kombination aus technischer Speicherung und naturnaher Retention wird erreicht, dass weniger als 10 % des anfallenden Regenwassers in die öffentliche Kanalisation eingeleitet werden. Gleichzeitig ermöglicht das System einen theoretischen Deckungsgrad von rund 69 % des jährlichen Bewässerungsbedarfs – ein wesentlicher Beitrag zur Reduktion des Trinkwasserverbrauchs und zur langfristigen Ressourcenschonung.
Zum zB No 98:
Wasser als Ressource – wir tragen Verantwortung.

