B35, MFH Leibundgut

Ein Wohnhaus als Labor

Im Herzen von Zürich wird seit Sommer 2011 CO2-frei gewohnt. Das nur mit erneuerbaren Energien betriebene Haus besteht aus einem komplexen gebäudetechnischen System aus über zehn Komponenten. Einige Technologien stecken noch in den Kinderschuhen und werden zum ersten Mal eingesetzt, andere nutzen vor allem die Gesetze der Physik. Es bezieht die Energie für Heizung, Warmwasser und Strom nur von der Sonne.

Die Luftversorgung wird über dezentrale Luftboxen und einer CO2-abhängigen, zentralen Abluft sichergestellt. Hybridkollektoren versorgen das Haus mit Strom und Wärme. Die neuartigen koaxialen Erdsonden dienen als zusätzliche Wärmequelle für die Hochleistungs-Wärmepumpe und als Kältequelle für die Sommertage. Die wärme- und Kälteabgabe erfolgt über den Fussboden. Das Warmwasser wird zentral auf max. 45°C aufgewärmt und dezentral, wo nötig, auf 60°C nachgewärmt. Die Gebäudetechnik wird über Digitalstrom gesteuert

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Expert*in

Stierli Patrik

Stierli Patrik
Stv. Geschäftsführer, Departementsleiter HLKS
A+W Zürich

Beteiligte

Bauherr

Prof. Dr Hansjörg Leibundgut

Architekt

agps architecture

Facts & Figures

  • Gebäudetechnikplanung HLKS
  • Bauphysikberatung
Okt 2008
Planungsbeginn
Dez 2010
Ausführungsende
1'230 m²
Geschossfläche
3'700 m³
Volumen SIA