Universität Basel, Neubau Biozentrum, Kältetechnik

Kaltwassererzeugung mit NH3- Kältemaschinen

Für die Bereitstellung von Kaltwasser im Neubauprojekt NBZ wird im 3. Untergeschoss eine Kältezentrale realisiert. Die total installierte Kälteleistung beträgt 4800kW, wobei davon 1600kW dem Arealverbund Schällemätteli zur Verfügung gestellt werden. Für die Kaltwasserproduktion kommen 3 voneinander unabhängige Kaltwassermaschinen zum Einsatz, was nebst einer hohen Verfügbarkeit auch kleine Kältemittelfüllmengen ermöglicht. Jede Kältemaschine verfügt über eine stufenlose Leistungsregulierung durch Drehzahlregelung. Die Kältemaschinen zeichnen sich nebst der Verwendung des natürlichen, umweltfreundlichen Kältemittels Ammoniak (NH3) durch beste Leistungszahlen in allen Lastfällen aus. Den äusserst hohen Anforderungen an die Schwingungsarmut der technischen Installationen wird mit dem Einsatz von Schraubenverdichtern, die auf einem schwimmend gelagerten Fundament aufgestellt werden, Rechnung getragen. Die Regulierung der Kälteerzeugung ist so aufgebaut, dass eine höchst mögliche Versorgungssicherheit erreicht wird. Auch beim Ausfall der Mastersteuerung ist die Kälteversorgung sichergestellt. Ein umfangreiches Sicherheitskonzept stellt sicher, dass bei einem Ammoniakaustritt keine Gefahr für Mensch und Umwelt entsteht. Dazu gehört unter anderem ein speziell ausgeführter Maschinenraum, Ammoniaküberwachungen und eine Maschinenraumlüftung mit über Dach geführter Ab- und Zuluft.

Robert Porsius

Robert Porsius
Geschäftsführer Stv. / Bereichsleiter HLK
A+W Bern

Kompetenzen

HLKS

Beteiligte

Bauherr

  • Hochbau- und Planungsamt Basel

Generalplaner

  • b+p Baurealisations AG

Architekt

  • Ilg Santer Architekten AG

Nutzer

  • Universität Basel

Facts & Figures

  • Kältetechnik
  • Abwärmenutzung
  • Gebäudeautomation Kälteerzeugung
  • Sicherheitskonzept für die Verwendung von NH3 als Kältemittel
50'908 m²
Geschossfläche
2016-2017
Realisierung
Nov 2014
Ausschreibung
3 x 1600 kW
Kälteerzeugung