Was uns am Herzen liegt

Energie

Als Dienstleistungsunternehmen benötigen wir Energie in vielfältiger Form: für das Heizen unserer Gebäude, für den Betrieb unserer elektrischen Geräte und Anlagen oder für unsere Mobilität.
Die Nutzung von Energie ist immer auch mit Umweltbeeinträchtigungen verbunden. Vor allem nichterneuerbare Energieträger wie Heizöl, Gas oder Benzin haben eine starke Klimawirkung. Wir reduzieren daher unseren eigenen Energiebedarf so weit wie möglich, bevorzugen erneuerbare Energieträger, und stellen durch ein laufendes Monitoring und Controlling sicher, dass die Energie effizient verwendet und nicht verschwendet wird.

2019 belief sich unser Primärenergiebedarf auf 2’935 MWh. Dabei hat der Primärenergiebedarf für Strom um 15% abgenommen. Das ist auf Effizienzsteigerungen beim Stromverbrauch, aber auch auf die Auslagerung zum Beispiel von Servern an mehreren Standorten zurückzuführen. Der Primärenergiebedarf für die Gebäudewärme (+11%) wie auch für die berufliche Mobilität (+20%) ist hingegen gestiegen. Gründe sind unter anderem die Zunahme der Mitarbeitenden, der zusätzliche Standort in Luzern sowie die erstmals berücksichtigten Flugreisen. Der Energiebedarf für die beruflichen Wege mit dem öffentlichen Verkehr hat um 8.8%, derjenige für Reisen mit dem Personenwagen um 17.5% zugenommen. Entsprechend haben die Treibhausgasemissionen insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um 22% zugenommen. Die geschäftlichen Flugreisen sind für 1% des Primärenergiebedarfs und für 2% der Treibhausgasemissionen verantwortlich.

 

Kreisdiagramme zum Primärenergiebedarf und Treibhausgasemissionen
Primärenergiebedarf und Treibhausgasemissionen gesamt 2019

Klimawandel: Risiko oder Chance?

Die Treibhausgasemissionen, die durch die Nutzung fossiler Energieträger entstehen, sind in den letzten Jahrzehnten massiv angestiegen und führen dazu, dass sich unser Klima verändert. Wir sehen diese Entwicklung als Risiko und leiten daraus einen Handlungsbedarf ab. Mit unserem Dienstleistungsangebot haben wir die Möglichkeit, die Nutzung erneuerbarer Energieträger zu fördern und eine effiziente Energienutzung zu erzielen. Wir setzen uns dafür ein, mit hochwertiger Energie, der Exergie, sorgfältig umzugehen, und niederwertige Energie, die Anergie, besser zu nutzen. Zusammen mit unseren Auftraggebern versuchen wir, tragfähige Lösungen zu entwickeln, welche ökologischen und ökonomischen Rahmenbedingungen Rechnung tragen. Damit leisten wir einen Beitrag, dem Klimawandel entgegenzuwirken und CO2-Emissionen zu reduzieren. So konnten wir 2019 ein Vielfaches unserer eigenen Treibhausgasemissionen mit Betriebsoptimierungen bei unseren Kunden einsparen.

Energiemanagementsystem

Von 2015 bis 2017 verfügte die Amstein + Walthert AG am Standort Andreasstrasse 11 in Zürich über ein zertifiziertes Energiemanagementsystem (EnMS) nach ISO 50001. Ab 2018 wurde das System nicht weiter auditiert, jedoch die Prozesse weitergelebt und laufend verbessert. Mit dem Energiemanagementsystem wird der Energieverbrauch methodisch erfasst und ausgewertet. Ziel ist es, die Energieeffizienz kontinuierlich zu steigern. Das Energiemanagementsystem ergänzt das Energiecontrolling, das bereits seit 2007 besteht.

Aufbau und Organisation

Die Definition und Erstellung der EnMS-Dokumente und -Prozesse wurde am bestehenden Qualitätsmanagement (ISO 9001) angelehnt. Die Energiepolitik von Amstein + Walthert ist im Leitbild verankert. Wir verpflichten uns dazu, die energiebezogene Leistung mittels Effizienzsteigerungsmassnahmen und energetischer Betriebsoptimierung stetig zu verbessern. Das Management hat einen Energie-Beauftragten benannt. Er wird von einem Team mit Mitgliedern aus energetisch relevanten Geschäftsbereichen unterstützt. Damit wird sichergestellt, dass das EnMS eingeführt, umgesetzt, aufrechterhalten und kontinuierlich verbessert wird.

Erfassung Energiekennzahlen

Mit der Einführung des EnMS wurden detaillierte Energieleistungskennzahlen neu definiert, wie z.B. der Endenergieverbrauch pro Vollzeitäquivalent, der Raumwärmeverbrauch, der PUE vom Rechenzentrum oder der Primärenergie der Berufsmobilität. Diese Daten werden regelmässig erhoben und in einem Management-Review beurteilt. Damit wird die Bewertung des Fortschritts ermöglicht und es erlaubt ein Benchmarking. Mit dem Bezug des neuen Hauptgebäudes im Andreasturm auf Ende 2018 mit 450 Arbeitsplätzen müssen die Ziele sowie Energiebezugskennzahlen aller Bereiche komplett angepasst und neu definiert werden. Die zukünftigen Möglichkeiten der energetischen Betriebsoptimierung (eBO) der haustechnischen Anlagen sind durch das Mietverhältnis eingeschränkt.

Massnahmenumsetzung

Dank wiederkehrender Kontrolle und Bewertung können vorbeugende und korrigierende Massnahmen zur Sicherstellung der Zielerreichung ausgelöst werden.
Von 2007 bis 2017 bestand mit der freiwilligen Zielvereinbarung EnAW für den Standort Andreasstrasse 11, Zürich, eine Selbstverpflichtung für Energieeffizienz im Gebäudebereich. Bisher konnte der Reduktions-Zielpfad stets eingehalten werden. Infolge des Umzuges in den Andreasturm wird die Zielvereinbarung im Jahr 2020 für den Andreasturm neu aufgesetzt.
Die umgesetzten Massnahmen sind beispielsweise Anpassungen von Betriebszeiten der Beleuchtung und der lüftungstechnischen Anlagen sowie die Senkung der Austrittstemperatur der Kältemaschinen.

Gebäudeenergie

Der ökologische Fussabdruck einer Unternehmung wird massgeblich von der Wahl ihrer Energiequellen beeinflusst. Die Nutzung von fossilen Energieträgern wie Öl oder Erdgas verursacht beträchtliche Treibhausgasemissionen. Wir setzen uns daher für eine nachhaltige Nutzung von Energie ein und wenden diesen Grundsatz wo immer möglich in unseren Büroräumlichkeiten an. Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht enthält erstmals auch die Gebäudeenergie-Daten des Standorts Luzern.

Anteil erneuerbarer und inländischer Strom

In der Amstein + Walthert Gruppe versuchen wir möglichst viele erneuerbare Energiequellen zu nutzen. Der Anteil erneuerbarer Endenergie wie Wasserkraft, Wind- und Solarenergie und Biomasse, liegt beim Strom bei praktisch 100%. Der Anteil erneuerbarer Energie konnte gegenüber 2015 um 12%-Punkte erhöht werden. Der Rest setzt sich aus Kernenergie, fossilen Energieträgern (z.B. Erdöl), nicht erneuerbaren Abfällen und nicht überprüfbaren Energieträgern zusammen. Ziel ist es, in allen Niederlassungen ausschliesslich erneuerbaren und inländischen Strom zu verwenden. Der Anteil des inländischen Stromverbrauchs liegt bei 86%. Das Ziel wurde 2019 somit deutlich verfehlt. Bereits auf Anfang 2020 wurde das Stromprodukt am Standort Zürich, auf welches die Verschlechterung primär zurückzuführen ist, wieder angepasst.

Balkendiagramm aller A+W Unternehmungen "Anteil erneuerbarer Stromverbrauch 2019"
Anteil erneuerbarer Stromverbrauch 2019
Balkendiagramm aller A+W Unternehmungen "Anteil inländischer Stromverbrauch 2019"
Anteil inländischer Stromverbrauch 2019

Primärenergiebedarf

Primärenergie bezeichnet die ursprüngliche Form der Energie, das sind zum Beispiel Kohle, Erdöl, Wind oder Sonnenlicht. Der Begriff Primärenergie beschreibt somit den Energiebedarf inklusive aller vorgelagerten Prozessketten eines Produkts. Einbezogen werden alle Prozesse der Rohstoffgewinnung, Umwandlung und Verteilung. Mit Hilfe von Primärenergiefaktoren lässt sich der Endenergieverbrauch in den Primärenergiebedarf umrechnen.

Der Primärenergiebedarf an unseren Standorten ist durch die durchmischte Gebäudestruktur sehr unterschiedlich. Die Zusammenlegung der vier Zürcher Standorte, die teils mit Wärmepumpe teils mit Erdgas geheizt wurden, in den mit Fernwärme beheizten Andreasturm Ende 2018 erschwert den Vergleich zum Vorjahr zusätzlich. Alle Niederlassungen zusammen verbrauchten 2019 rund 2’006 MWh/a Primärenergie. Davon wurden 1’051 MWh/a für die Beheizung der Räume und 955 MWh/a für die Beleuchtung, EDV etc. benötigt. Die weitere Reduktion des Primärenergieverbrauchs von 2.3 MWh/FTE im 2018 auf 2.1 MWh/FTE ist auf den Wechsel der Heizsysteme am Standort Zürich und auf den insgesamt weiter sinkenden Strombedarf zurückzuführen. Der Wechsel von der Wärmepumpe zur Fernwärme am Standort Zürich hat allerdings auch zur Folge, dass der Anteil erneuerbarer Wärme der Amstein + Walthert Gruppe von 20% auf 14% abnimmt.

53% des Energieverbrauches insgesamt wurde durch erneuerbare Quellen gedeckt, dies hilft massgeblich, unseren ökologischen Fussabdruck gering zu halten.

Balkendiagramm Primärenergiebedarf Gebäude 2017, 2018 und 2019
Primärenergiebedarf Gebäude

Treibhausgasemissionen

Die Treibhausgasemissionen (THGE gesamt) betrugen im Jahr 2019 rund 216 Tonnen CO2-Äquivalente. Davon fallen 201 Tonnen CO2-Äquivalente bei der Beheizung unserer Räumlichkeiten an. Für den elektrischen Strom benötigen wir 15 Tonnen CO2-Äquivalente. Die Treibhausgasemissionen stiegen gegenüber 2018 um 19%, da erstmals auch die Verbräuche des Standorts Luzern berücksichtigt wurden. Am Standort Zürich hingegen verringern sich die Treibhausgasemissionen mit dem Umzug in den Andreasturm aufgrund des tieferen Strombedarfs und des Wechsels zur Fernwärme um 34%.

 

Kreisdiagramm über die Treibhausgasemissionen Gebäude 2019
Treibhausgasemissionen Gebäude 2019

Mobilität

Unsere Mitarbeiter*innen sind häufig unterwegs: auf dem Arbeitsweg, zu Baustellen, Kund*innen und Partner*innen. Die Mobilität stellt mit ihrem Energieverbrauch und den anfallenden Treibhausgasemissionen jedoch eine beträchtliche Umweltbelastung dar. Wir versuchen daher, mit unseren Mobilitätslösungen unseren ökologischen Fussabdruck möglichst gering zu halten.

Mobilitätsmanagement

Schon seit 2001 besteht für den Standort in Zürich ein Mobilitätskonzept, in dem die Grundsätze für die Nutzung der unterschiedlichen Mobilitätsformen festgelegt sind. Seit 2015 nimmt Amstein + Walthert zudem am Programm «Mobilitätsmanagement für Unternehmen» des Bundesamtes für Energie teil. Dabei wurde für die Standorte Bern, Genf, St. Gallen und Zürich Oerlikon ein standortspezifisches Mobilitätskonzept erarbeitet. Dasjenige des Standorts Zürich wurde anlässlich des Umzugs in den Andreasturm Ende 2019 neu verfasst. In einem zweiten Schritt werden nun laufend Massnahmen zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität definiert und umgesetzt. Dazu werden die Mitarbeiter*innen alle 2 Jahre mit einer umfassenden Mobilitätsbefragung unter anderem nach Verbesserungsmöglichkeiten an ihrem Standort befragt. Die Auswertung der Befragung 2020 und die Erarbeitung weiterer Massnahmen, um den Energiebedarf und die Treibhausgasemissionen im Rahmen der Mobilität wieder zu senken, werden ein wichtiger Schwerpunkt im laufenden Jahr sein.

Unseren Mitarbeiter*innen stehen für die berufliche Mobilität folgende Verkehrsmittel zur Verfügung:

Öffentlicher Verkehr

Der öffentliche Verkehr bildet die Basis für die Abdeckung unserer Mobilitätsbedürfnisse. Dementsprechend nutzen viele unserer Mitarbeiter*innen die öffentlichen Verkehrsmittel (siehe berufliche Mobilität). Die meisten unserer Standorte befinden in unmittelbarer Nähe von bedeutenden Bahnhöfen.

Firmenfahrzeuge

Wo es aus Gründen der Effizienz notwendig oder sinnvoll ist, stehen unseren Mitarbeiter*innen an den meisten Standorten Firmenfahrzeuge zur Verfügung. Hier entscheiden wir uns jeweils für möglichst effiziente Fahrzeuge. In St. Gallen und Genf kommt ein Elektrofahrzeug zum Einsatz und der Standort Bern verfügt über ein Hybrid-Auto. An den Standorten Lausanne und Zürich Oerlikon haben wir uns für Smarts entschieden, weil diese einen geringen CO2-Ausstoss aufweisen und wenig Platz beanspruchen. Ab März 2020 werden jedoch am Standort Zürich die Smarts etappenweise durch Elektrofahrzeuge ersetzt.

Foto von zwei Firmenfahrzeuge A+W Zürich
Firmenfahrzeug A+W Zürich
Elektroauto in der Tiefgarage am Laden
Tiefgarage A+W Zürich

Mobility

Neben den Firmenfahrzeugen können unsere Mitarbeiter*innen bei Bedarf auch Mobility-Fahrzeuge nutzen. Diese werden beispielsweise dann eingesetzt, wenn sich die Fahrt gut mit dem öffentlichen Verkehr kombinieren lässt oder wenn kein Firmenfahrzeug verfügbar ist.

Firmenfahrräder

An den Standorten Bern und Genf stehen unseren Mitarbeiter*innen firmeneigene Fahrräder zur Verfügung. Seit 2017 stehen am Standort Zürich sowohl firmeneigene Fahrräder wie auch E-Bikes zur Verfügung. Diese sind für kürzere Strecken in der Stadt gut geeignet und werden rege genutzt.

Privatwagen

Falls aus der Nutzung des privaten Fahrzeugs eine wesentliche Zeit- oder Kostenersparnis resultiert, kann auch dieses zu Geschäftszwecken eingesetzt werden.

Berufliche Mobilität

Im Jahr 2019 haben unsere Mitarbeiter*innen rund 2'280'700 Kilometer für Geschäftszwecke zurückgelegt. Das sind fast 12% mehr als im Vorjahr. Rund 51% der Distanz legten sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurück (1 Prozentpunkt weniger als 2018), die restlichen 49% mit ihrem eigenen Fahrzeug, der Firmenflotte oder mit Mobility Fahrzeugen.

Erstmals wurden 2019 auch die Flugreisen im Rahmen der beruflichen Mobilität erhoben. Insgesamt wurden 2019 rund 44'000 km geflogen.

Primärenergiebedarf/Treibhausgasemissionen

Entsprechend erhöht sich der Primärenergiebedarf für die berufliche Mobilität auf 929 MWh. Dies entspricht 953 kWh pro Vollzeitstelle. 88.8% des Bedarfes werden durch fossile Energiequellen gedeckt.
Die durch die berufliche Mobilität induzierten Treibhausgasemissionen betrugen rund 223 t CO2-Äquivalente, was 229 kg CO2-Äquivalenten pro Vollzeitstelle entspricht. Der Vorjahreswert ohne Berücksichtigung der Flugreisen lag bei 196 kg CO2-Äquivalenten pro Vollzeitstelle.

Pendlermobilität

Unsere Mitarbeiter*innen nutzen nicht nur für geschäftliche Termine unterschiedliche Verkehrsmittel, sondern auch für den Weg zwischen dem Wohn- und Arbeitsort. Gemäss der dritten Pendler*innenbefragung Anfang 2020 hat sich der Modal Split insgesamt gegenüber 2017 kaum verändert. Für rund 66% der Arbeitswege (in km) kommen Bahn, Tram und Bus zum Einsatz, für rund 26% der motorisierte Individualverkehr, und die restlichen 8% der Wege werden mit Muskelkraft zurückgelegt.

Die Niederlassungen in Genf, Bern und Zürich beteiligten sich 2019 an der Aktion Bike to work. Innerhalb des Unternehmens wurden Teams gebildet, welche im Mai/Juni einen Teil oder den ganzen Arbeitsweg per Velo zurücklegten. Insgesamt haben die teilnehmenden Teams rund 24’900 km mit dem Fahrrad zurückgelegt, ein Viertel mehr als im Vorjahr.

Pendler*innenmobilität Streckenanteile (km) nach Mobilitätslösung 2019

Im Rahmen unseres Mobilitätsmanagements engagieren wir uns dafür, den Anteil an umweltfreundlichen Mobilitätsformen weiter auszubauen. Zum Beispiel erhalten all unsere Mitarbeiter*innen mit einem Mindestpensum von 50% sowie einer Anstellungszeit von über 6 Monaten gratis einen Gutschein für ein Halbtax-Abo. 2019 wurden insgesamt 954 Halbtax-Gutscheine bezogen.

Primärenergieverbrauch/Treibhausgasemissionen

Der Primärenergiebedarf für die Pendlermobilität belief sich insgesamt auf 3'055 MWh oder bezogen auf die Anzahl Stellen 3'134 kWh pro Vollzeitstelle. 79% davon waren nicht erneuerbar.
Die durch die Pendlermobilität induzierten Treibhausgasemissionen betrugen 2019 rund 598 t CO2-Äquivalente, was 614 kg CO2-Äquivalenten pro Vollzeitstelle entspricht. Energieverbrauch und Emissionen der Pendlermobilität haben damit gegenüber 2017 um rund 6% pro Vollzeitstelle zugenommen.

Wasser

Auch in der Schweiz ist Wasser ein sehr kostbares Gut, obwohl es meist im Überfluss vorhanden scheint. So sind wir unter anderem als Schweizer Konsument*innen Netto-Wasser-Importeure: unsere Wasservorräte würden nicht ausreichen, um all unsere konsumierten Produkte und Lebensmittel in unserem Land selber herzustellen. Zudem braucht zum Beispiel die Wasseraufbereitung sowohl für die Entnahme als auch die Reinigung des Brauchwassers sehr viel Energie und Ressourcen. Wir fühlen uns daher zu einem sorgsamen Umgang mit Wasser verpflichtet.

Im Jahr 2019 haben die Unternehmungen der Amstein + Walthert Gruppe insgesamt 4'668 m3 Wasser bei der kommunalen Wasserversorgung bezogen. Dies entspricht rund 194 Litern pro Quadratmeter Energiebezugsfläche, beziehungsweise rund 19 Litern Wasser pro Mitarbeiter-Vollzeitäquivalent (VZÄ) und Arbeitstag. Das entspricht einer Reduktion gegenüber 2018 um zwei Liter pro VZÄ und Tag.

Das bezogene Wasser wird als Brauchwasser (Grau- und Schwarzwasser) der Abwasserreinigungsanlage (ARA) vor Ort zugeführt und dort entsprechend aufbereitet.

Grafik über den Wasserverbrauch von 2017, 2018, 2019
Wasserverbrauch

Ressourcen

Unser Unternehmen ist eingebettet in die natürliche Umwelt mit ihren Ressourcen, welche eine zentrale Basis unserer Tätigkeiten darstellen. Wir gehen daher mit den natürlichen Ressourcen sorgsam um, respektieren die Tragfähigkeit der Umwelt und der Ökosysteme und minimieren unseren ökologischen Fussabdruck so weit wie möglich. Das drückt sich z.B. in der Beschaffung unserer Produkte und in unserem Umgang mit Wasser oder Wertstoffen aus. Auch beim Energieverbrauch unserer Gebäude und bei unserer Mobilität legen wir Wert auf Nachhaltigkeit.

Beschaffung

Als Dienstleistungsanbieter beschafft Amstein + Walthert primär Büromaterial und IT-Komponenten. Wir haben im Rahmen der Zertifizierung nach ISO 50'001 eine Beschaffungsrichtlinie für den Standort Zürich erarbeitet. Darin wird festgehalten, dass die Auswahl und Bewertung von Inventar, IT-Komponenten und Fahrzeugen nach funktionellen, energetischen und nachhaltigen Kriterien zu erfolgen hat. Die Prozesse und Verantwortlichkeiten wurden definiert. In einem zweiten Schritt soll die Richtlinie in allen Unternehmen der Amstein + Walthert Gruppe eingeführt werden.

Papier und Drucksachen

Die Herstellung von Papier belastet die Umwelt. Sie benötigt grosse Mengen an Holz, Energie und Wasser und kann zur Einleitung gefährlicher Chemikalien in Gewässer führen. Durch die Verwendung von zertifiziertem Papier und Recycling-Papier kann die Belastung stark verringert werden. Einige Standorte wie z.B. Sion, Genf, Lausanne, Zürich und Frauenfeld haben bereits auf Recycling-Papier als Druckerpapier umgestellt.
Insgesamt haben wir 2019 rund 19'625 kg Druckerpapier (A4, A3 und Plotterpapier) beschafft. Dies entspricht pro Vollzeitäquivalent und Jahr 20.1 kg Druckerpapier und rund 2.1 kg Couverts. Unser Ziel ist es, den Papierverbrauch kontinuierlich zu reduzieren und in Zukunft papierlos zu arbeiten. Diesem Ziel sind wir bereits einen kleinen Schritt nähergekommen. Gegenüber 2017 konnten wir den Papierbedarf gesamthaft um rund 2'100 kg reduzieren. Das entspricht einer Reduktion von 6.3 kg pro Vollzeitstelle und damit von rund einem Viertel. Der Couvertverbrauch hingegen nimmt zu. Der Anstieg bei den Plotterrollen hat mehrere Gründe. Neben neuen Plottern am Standort Zürich mit breiteren Rollen und methodischen Anpassungen ist der Anstieg auf eine Neuerung in der Datenerhebung zurückzuführen. Neu wird auch der Papierverbrauch externer Plottaufträge berücksichtigt. 2019 wurden diese Angaben an einzelnen Standorten schon erhoben, ab 2020 wird das in allen Unternehmen der Fall sein.

Grafik welche Drucksachen bestellt wurden
Papierbedarf (Amstein + Walthert Gruppe)

Büromaterialien und Büromöbel

Unsere Büromaterialien und Büromöbel beziehen wir am Standort Zürich von Anbietern, welche Nachhaltigkeitskriterien einen hohen Stellenwert einräumen. Die Unternehmen belegen ihre Bemühungen für eine nachhaltige Produktion in ihren Nachhaltigkeitsberichten.

Informatik

Bewertungskriterien zur Beschaffung von PCs und anderen elektronischen Geräten basieren primär auf dem Funktionsumfang und der Leistung. Nachhaltigkeitskriterien gemäss Beschaffungsrichtlinie werden ebenfalls berücksichtigt.

Nahrungsmittel/Verpflegung

Ausgewogene Ernährung bei gegenseitigem Austausch

Eine gesunde Ernährung ist eine wichtige Voraussetzung für körperliches und seelisches Wohlbefinden. Es ist uns daher wichtig, unsere Mitarbeiter*innen bei einer ausgewogenen Ernährung zu unterstützen. An vielen Standorten steht den Mitarbeiter*innen gratis Obst zur Verfügung. Dabei wird auch darauf geachtet, woher die Früchte stammen. Regionale, saisonale und biozertifizierte Früchte tragen dazu bei, den ökologischen Fussabdruck der Verpflegung zu verringern. Denn nebst Mobilität und Gebäude hat auch die Ernährung beziehungsweise deren Emissionen einen grossen Einfluss auf das Klima. Rund 30% der weltweiten Treibhausgasemissionen werden durch Ernährung verursacht.

Verpflegung bedeutet nicht einfach nur Nahrungsaufnahme, sondern ist auch eine Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung unter den Mitarbeiter*innen. Die Unternehmen der Amstein + Walthert Gruppe bieten mit den Pausenräumen und Cafeterien den passenden Rahmen dazu an. Es freut uns, dass diese Angebote gerne für gemeinsame Pausen und das Mittagessen genutzt werden.

AWlino

An unserem grössten Standort in Zürich (rund 500 Mitarbeitende) können sich unsere Mitarbeiter*innen im Personalrestaurant AWlino verpflegen. Jeden Tag stehen vier Menüs zur Auswahl. Das täglich wechselnde Angebot besteht aus einem «Globetrotter»-Menü mit Fleisch, Fisch oder Geflügel, einem Local- und einem vegetarischen Menü sowie abwechselnd einem Pastagericht oder Pizza. Abgerundet wird das ganze Angebot durch ein reichhaltiges Salatbuffet. Die Menüs werden von Catering Services Migros vor Ort gekocht.

Bei Menüangeboten mit Fleisch und Fisch gelten bezüglich der Herkunft die Auswahlkriterien der Catering Services Migros. Kalb-, Rind-, Schweinefleisch und Poulet stammen aus der Schweiz (Ausnahme: Edelfleischstücke vom Rind). Indem beim Menüangebot das Schwergewicht auf die genannten drei Fleischsorten Schweizer Herkunft gelegt wird, werden zum einen die einheimische Landwirtschaft unterstützt, zum anderen lange Transportwege vermieden. Da die einheimische Produktion bei einigen Fleischarten nicht ausreicht, wird auch Fleisch aus ausländischer Produktion angeboten. Das Angebot an Fisch und Meeresfrüchten basiert auf den Empfehlungen des WWF. Dadurch wird garantiert, dass keine Produkte aus bedrohten Beständen oder umweltschädlicher Zucht eingesetzt werden. Pangasius und tropische Crevetten stammen aus umweltfreundlicher Zucht in Vietnam.

Die Äpfel der Apfelaktion in der Wintersaison werden direkt vom lokalen Bauern bezogen.
Die Verpflegung verursacht auch Abfälle - sei es organischer Natur oder durch Verpackungen. Weitere Informationen dazu finden Sie im Eintrag Abfall.

AWlino
AWlino

Abfall

Nicht nur die Herstellung und die Nutzung von Produkten, sondern auch ihre Entsorgung führen zu einer Belastung unserer natürlichen Umwelt. Es ist uns daher ein Anliegen, Abfälle wo immer möglich zu reduzieren sowie Sekundärrohstoffe zu recyceln und dem Wertstoffkreislauf zuzuführen. Es ist unser erklärtes Ziel, Abfälle an sämtlichen Unternehmensstandorten systematisch zu trennen.

Wir führen rund 48% unserer Abfälle dem Recycling zu. Dieser Wert steigt gegenüber dem Vorjahr wieder auf das Niveau von 2017. Grund für die tiefe Recyclingquote im Jahr 2018 war der Umzug unseres Hauptsitzes in Zürich in den Andreasturm. Im Rahmen des Umzugs wurde viel Material entsorgt, ohne eine getrennte Sammlung zu implementieren.

Grafik Detailiert über die verschiedenen Abfälle
Abfall / Wertstoffe (Gewicht)

Betriebskehricht, Papier und Karton

In den Unternehmen der Amstein + Walthert Gruppe fielen 2019 rund 19 Tonnen Betriebskehricht an, welcher der Verbrennung zugeführt wurde. Dies entspricht knapp 20 kg pro Vollzeitäquivalent und Jahr. Der Wert sank gegenüber 2017 um 7 kg oder rund einen Viertel pro Vollzeitstelle. Dieser massive Rückgang dürfte ebenfalls auf das hohe Abfallaufkommen im Zusammenhang mit dem Umzug in den Andreasturm 2018 zurückzuführen sein.

Der Betriebskehricht der A+W Zürich wird im Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz der energetischen Nutzung zugeführt. Papier und Karton werden an allen Standorten getrennt gesammelt und dem Recycling zugeführt.

Organische Abfälle

An einigen Unternehmensstandorten werden auch die organischen Abfälle separat gesammelt. In Zürich werden die organischen Abfälle des Personalrestaurants AWlino beispielsweise durch eine spezialisierte Firma zur Gaserzeugung genutzt. 2019 wurden durch die konsequente Sammlung in Zürich 1'560 kg Bioabfall zu Biogas umgewandelt.

Altglas, PET, Alu und Batterien

Altglas wird an unseren Standorten noch nicht flächendeckend vom Betriebskehricht getrennt.
PET-Behälter werden gesammelt und dem Recycling zugeführt. Neben neuen Flaschen entstehen daraus PET-Rezyklat Folien, Verpackungen, Textilien, Rucksäcke oder Sportschuhe.
Alu-Dosen werden noch nicht an allen Standorten getrennt gesammelt. Aus energetischer Sicht und im Hinblick auf die Ressourcenschonung sind Separatsammlungen sinnvoll. Die Gewinnung von Aluminium aus dem Rohstoff Bauxit ist sehr energieaufwändig. Durch den Einsatz von rezykliertem Aluminium können bis zu 95% Energie eingespart werden. Im Alu-Abfall sind auch die Kaffeekapseln enthalten. Am Standort Zürich beispielsweise werden die Nespresso-Kapseln gesammelt und durch den Hersteller rezycliert. Aus dem Kaffeesatz wird Biogas produziert. Das Aluminium wird eingeschmolzen und beispielsweise zur Herstellung von Fensterrahmen, Fahrrädern und Motorblöcken verwendet.

Batterien weisen eine hohe Umweltbelastung auf, sind aber für viele Anwendungen dennoch notwendig. Diese werden gesammelt und rezykliert.