Was uns am Herzen liegt

Energie

Als Dienstleistungsunternehmen benötigen wir Energie in vielfältiger Form: für das Heizen unserer Gebäude, für den Betrieb unserer elektrischen Geräte und Anlagen oder für unsere Mobilität.
Die Nutzung von Energie ist immer auch mit Umweltbeeinträchtigungen verbunden. Vor allem nicht-erneuerbare Energieträger wie Heizöl, Gas oder Benzin haben eine starke Klimawirkung. Wir reduzieren daher unseren eigenen Energiebedarf so weit wie möglich, bevorzugen erneuerbare Energieträger, und stellen durch ein laufendes Monitoring und Controlling sicher, dass die Energie effizient verwendet und nicht verschwendet wird.

Für das Geschäftsjahr 2020 wurden erstmals auch die Energieverbräuche des neuen Standorts am Nordring in Bern erhoben. Damit sind alle unsere Standorte im Bericht berücksichtigt. Weiter weisen wir die Treibhausgasemissionen gemäss Methodik des Greenhouse Gas Protocol (GHG) aus. Diese Methodik unterscheidet drei Einflussbereiche, sogenannte Scopes. Der Scope 1 enthält die direkten Treibhausgasemissionen in unserem Einflussbereich. Da wir die Büros an allen Standorten mieten, fallen nur die Emissionen unserer fossiler Firmenfahrzeuge in den Scope 1. Emissionen, bedingt durch unseren Strombedarf für den Bürobetrieb und die elektrische Firmenflotte entfallen auf den Scope 2. Alle anderen indirekten Treibhausgasemissionen werden dem Scope 3 zugerechnet. Es sind die Emissionen aus der Beheizung der Bürogebäude, der beruflichen Mobilität mit allen Verkehrsmitteln ausser der Firmenflotte und jene der Pendlermobilität.

2020 belief sich unser Primärenergiebedarf (inkl. Pendlermobilität) auf 5'863 MWh. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich dieser reduziert. Der Primärenergiebedarf für Strom hat um 5% abgenommen. Das ist auf Effizienzsteigerungen beim Stromverbrauch sowie einen geringeren Bedarf aufgrund der Corona-Pandemie und der Zunahme des Homeoffice zurückzuführen. Der Primärenergiebedarf für die berufliche Mobilität (-10%) ist ebenfalls gesunken. Auch dies aufgrund der Folgen der Pandemie. Der Primärenergiebedarf für die Gebäudewärme (+1%) ist ganz leicht gestiegen. Insgesamt hat sich die berufliche Mobilität reduziert. Die Reduktion des Energiebedarfs für Reisen mit dem öffentlichen Verkehr war mit rund -45% am grössten.

Klimawandel: Risiko oder Chance?

Die Treibhausgasemissionen, die durch die Nutzung fossiler Energieträger entstehen, sind in den letzten Jahrzehnten massiv angestiegen und führen dazu, dass sich unser Klima verändert. Wir sehen diese Entwicklung als Risiko und leiten daraus einen Handlungsbedarf ab. Mit unserem Dienstleistungsangebot haben wir die Möglichkeit, die Nutzung erneuerbarer Energieträger zu fördern und eine effiziente Energienutzung zu erzielen. Wir setzen uns dafür ein, mit hochwertiger Energie, der Exergie, sorgfältig umzugehen, und niederwertige Energie, die Anergie, besser zu nutzen. Zusammen mit unseren Auftraggebern versuchen wir, tragfähige Lösungen zu entwickeln, welche ökologischen und ökonomischen Rahmenbedingungen Rechnung tragen. Damit leisten wir einen Beitrag, dem Klimawandel entgegenzuwirken und Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Einblicke in Projekte Richtung Netto-Null liefert unser Blogbeitrag.

Energiemanagementsystem

Von 2015 bis 2017 verfügte die Amstein + Walthert AG am Standort Andreasstrasse 11 in Zürich über ein zertifiziertes Energiemanagementsystem (EnMS) nach ISO 50001. Ab 2018 wurde das System nicht weiter auditiert, jedoch die Prozesse weitergelebt und laufend verbessert. Mit dem Energiemanagementsystem wird der Energieverbrauch methodisch erfasst und ausgewertet. Ziel ist es, die Energieeffizienz kontinuierlich zu steigern. Das Energiemanagementsystem ergänzt das Energiecontrolling, das bereits seit 2007 besteht.

Aufbau und Organisation

Die Definition und Erstellung der EnMS-Dokumente und -Prozesse wurden am bestehenden Qualitätsmanagement (ISO 9001) angelehnt. Die Energiepolitik von Amstein + Walthert ist im Leitbild verankert. Wir verpflichten uns dazu, die energiebezogene Leistung mittels Effizienzsteigerungsmassnahmen und energetischer Betriebsoptimierung stetig zu verbessern. Das Management hat einen Energie-Beauftragten benannt. Er wird von einem Team mit Mitgliedern aus energetisch relevanten Geschäftsbereichen unterstützt. Damit wird sichergestellt, dass das EnMS eingeführt, umgesetzt, aufrechterhalten und kontinuierlich verbessert wird.

Erfassung Energiekennzahlen

Mit der Einführung des EnMS wurden detaillierte Energieleistungskennzahlen neu definiert, wie z.B. der Endenergieverbrauch pro Vollzeitäquivalent, der Raumwärmeverbrauch, Kennzahlen zur Energieeffizienz des Rechenzentrums oder der Primärenergieverbrauch der Berufsmobilität. Diese Daten werden regelmässig erhoben und in einem Management-Review beurteilt. Damit wird die Bewertung des Fortschritts ermöglicht, und es erlaubt ein Benchmarking. Mit dem Bezug des neuen Hauptgebäudes im Andreasturm auf Ende 2018 mit 450 Arbeitsplätzen mussten die Ziele sowie Energiebezugskennzahlen aller Bereiche komplett angepasst und neu definiert werden. Die zukünftigen Möglichkeiten der energetischen Betriebsoptimierung (eBO) der haustechnischen Anlagen sind durch das Mietverhältnis eingeschränkt.

Massnahmenumsetzung

Dank wiederkehrender Kontrolle und Bewertung können vorbeugende und korrigierende Massnahmen zur Sicherstellung der Zielerreichung ausgelöst werden. Von 2007 bis 2017 bestand mit der freiwilligen Zielvereinbarung EnAW für den Standort Andreasstrasse 11, Zürich, eine Selbstverpflichtung für Energieeffizienz im Gebäudebereich. Bisher konnte der Reduktions-Zielpfad stets eingehalten werden. Infolge des Umzuges in den Andreasturm wurde die Zielvereinbarung im Jahr 2020 für den Andreasturm neu aufgesetzt. Beispiele für umgesetzte Massnahmen sind Anpassungen von Betriebszeiten der Beleuchtung und der lüftungstechnischen Anlagen sowie die Senkung der Austrittstemperatur der Kältemaschinen.

Gebäudeenergie

Der ökologische Fussabdruck einer Unternehmung wird massgeblich von der Wahl ihrer Energiequellen beeinflusst. Die Nutzung von fossilen Energieträgern wie Öl oder Erdgas verursacht beträchtliche Treibhausgasemissionen. Wir setzen uns daher für eine nachhaltige Nutzung von Energie ein und wenden diesen Grundsatz wo immer möglich in unseren Büroräumlichkeiten an. Zusätzlich zum Vorjahr enthält dieser Nachhaltigkeitsbericht auch die Energieverbräuche des Standorts am Nordring 4 in Bern.

Anteil erneuerbarer und inländischer Strom

Ziel ist es, in allen Niederlassungen ausschliesslich erneuerbaren und inländischen Strom zu verwenden. Was die Erneuerbarkeit betrifft, haben wir unser Ziel 2020 erstmals erreicht. Dank des Wechsels auf ökologischere Stromprodukte an den Standorten Zürich und Aarau ist auch der Anteil inländischen Stroms auf 93.4% gestiegen.

End- und Primärenergiebedarf

Endenergie ist die Energie, die beim Verbraucher ankommt, etwa in Form von Brenn- und Kraftstoffen oder elektrischer Energie. Primärenergie bezeichnet die ursprüngliche Form der Energie, das sind zum Beispiel Kohle, Erdöl, Wind oder Sonnenlicht. Der Begriff Primärenergie beschreibt somit den Energiebedarf inklusive aller vorgelagerten Prozessketten eines Produkts. Einbezogen werden alle Prozesse der Rohstoffgewinnung, Umwandlung und Verteilung. Mit Hilfe von Primärenergiefaktoren lässt sich der Endenergieverbrauch in den Primärenergiebedarf umrechnen.

Der Energiebedarf an unseren Standorten ist durch die durchmischte Gebäudestruktur sehr unterschiedlich. Alle Niederlassungen zusammen verbrauchten 2020 1'992 MWh/a Endenergie, respektive rund 1’969 MWh/a Primärenergie. Vom Primärenergiebedarf wurden 1’062 MWh/a für die Beheizung der Räume und 906 MWh/a für die Beleuchtung, EDV etc. benötigt. Die weitere Reduktion des Primärenergieverbrauchs von 2.1 MWh/FTE im 2019 auf rund 1.9 MWh/FTE ist auf die Folgen der Pandemie zurückzuführen. 54% des Endenergieverbrauches insgesamt wurde durch erneuerbare Quellen gedeckt, dies hilft massgeblich, unseren ökologischen Fussabdruck gering zu halten.

Berechnungsgrundlagen: Greenhouse Gas Protocol (GHG)

Treibhausgasemissionen

Die Treibhausgasemissionen (THGE gesamt) betrugen im Jahr 2020 rund 193 Tonnen CO2-Äquivalente. Davon fallen 192.8 Tonnen CO2-Äquivalente bei der Beheizung unserer Räumlichkeiten an. Für den elektrischen Strom benötigen wir 0.2 Tonnen CO2-Äquivalente. Die Treibhausgasemissionen sinken gegenüber 2019 um 3% aufgrund der geringeren Energieverbräuche.

 

Mobilität

Unsere Mitarbeiter*innen sind häufig unterwegs: auf dem Arbeitsweg, zu Baustellen, Kund*innen und Partner*innen. Die Mobilität stellt mit ihrem Energieverbrauch und den anfallenden Treibhausgasemissionen jedoch eine beträchtliche Umweltbelastung dar. Wir versuchen daher, mit unseren Mobilitätslösungen unseren ökologischen Fussabdruck möglichst gering zu halten.

Mobilitätsmanagement

Schon seit 2001 besteht für den Standort in Zürich ein Mobilitätskonzept, in dem die Grundsätze für die Nutzung der unterschiedlichen Mobilitätsformen festgelegt sind. Für die Periode 2015-2019 nahm Amstein + Walthert zudem am Programm «Mobilitätsmanagement für Unternehmen» des Bundesamtes für Energie teil. Dabei wurde für die Standorte Bern, Genf, St. Gallen und Zürich Oerlikon ein standortspezifisches Mobilitätskonzept erarbeitet. Dasjenige des Standorts Zürich wurde anlässlich des Umzugs in den Andreasturm Ende 2019 neu verfasst. Darauf aufbauend werden laufend Massnahmen zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität definiert und umgesetzt. Dazu werden die Mitarbeiter*innen alle 2 Jahre mit einer umfassenden Mobilitätsbefragung unter anderem nach Verbesserungsmöglichkeiten an ihrem Standort befragt. Aktuell sind wir an der Erarbeitung und Umsetzung der Massnahmen aus der Befragung vom März 2020. Beispielsweise ist das Potenzial von Velo und E-Bike noch nicht an allen Standorten ausgeschöpft. Ein weiteres Ziel ist, die Buchung von SBB-Tickets, Firmen- und Mobility-Fahrzeugen zu vereinfachen, um die Nutzung der Privatwagen weiter zu reduzieren. Schliesslich wollen wir die während des Lockdowns und der Homeoffice-Pflicht gemachten Erfahrungen nutzen, um unsere Wege insgesamt zu kürzen. Dazu werden die für digitale Schulungen und Meetings entwickelten Tools und Formate laufend weiterentwickelt.

Unseren Mitarbeiter*innen stehen für die berufliche Mobilität folgende Verkehrsmittel zur Verfügung:

Öffentlicher Verkehr

Der öffentliche Verkehr bildet die Basis für die Abdeckung unserer Mobilitätsbedürfnisse. Dementsprechend nutzen viele unserer Mitarbeiter*innen die öffentlichen Verkehrsmittel (siehe berufliche Mobilität). Die meisten unserer Standorte befinden sich in unmittelbarer Nähe von Bahnhöfen.

Firmenfahrzeuge

Wo es aus Gründen der Effizienz notwendig oder sinnvoll ist, stehen unseren Mitarbeiter*innen Firmenfahrzeuge zur Verfügung. Hier entscheiden wir uns jeweils für möglichst effiziente Fahrzeuge. Nachdem die Standorte Zürich und Gampel im Laufe des Jahres 2020 auf Elektrofahrzeuge umgestiegen sind, und der Standort Genf seinen Bestand aufgestockt hat, ist jetzt eins von drei Firmenfahrzeugen der A+W Gruppe elektrisch. An den Standorten St. Gallen und Luzern kommen schon länger Elektrofahrzeuge zum Einsatz. Der Standort Bern setzt auf Hybrid-Autos, der Standort Lausanne hingegen auf Smarts, weil diese immerhin einen geringen CO2-Ausstoss aufweisen und wenig Platz beanspruchen.

Mobility

Neben den Firmenfahrzeugen können unsere Mitarbeiter*innen bei Bedarf auch Mobility-Fahrzeuge nutzen. Diese werden beispielsweise dann eingesetzt, wenn sich die Fahrt gut mit dem öffentlichen Verkehr kombinieren lässt oder wenn kein Firmenfahrzeug verfügbar ist.

Firmenfahrräder

An den Standorten Bern, Lyon und Luzern stehen unseren Mitarbeiter*innen firmeneigene Fahrräder zur Verfügung. An den Standorten Zürich, Genf und Lausanne können auch E-Bikes genutzt werden. Diese sind für kürzere Strecken in der Stadt gut geeignet.

Privatwagen

Falls aus der Nutzung des privaten Fahrzeugs eine wesentliche Zeit- oder Kostenersparnis resultiert, kann auch dieses zu Geschäftszwecken eingesetzt werden.

Berufliche Mobilität

Im Jahr 2020 haben unsere Mitarbeiter*innen rund 1'788’168 Kilometer für Geschäftszwecke zurückgelegt. Das ist rund ein Viertel weniger als im Vorjahr. Genauso wenig überrascht, dass die öffentlichen Verkehrsmittel und das Flugzeug weniger genutzt wurden, die Streckenanteile der Firmen- und insbesondere der Privatwagen hingegen anstiegen. Während in der Regel rund die Hälfte der Wege mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden, war es 2020 aufgrund der Corona Pandemie nur gut ein Drittel.

Energiebedarf und Treibhausgasemissionen

Der Primärenergiebedarf der beruflichen Mobilität belief sich 2020 auf 839.3 MWh. Das entspricht 822.9 kWh pro Vollzeitstelle. Die entsprechenden Treibhausgasemissionen betrugen 2020 155.3 t CO2-Äquivalente. Das entspricht 152.2 kg CO2-Äquivalenten pro Vollzeitstelle. Gut ein Viertel der Treibhausgasemissionen entfallen auf die Firmenflotte.

Pendlermobilität

Unsere Mitarbeiter*innen nutzen nicht nur für geschäftliche Termine unterschiedliche Verkehrsmittel, sondern auch für den Weg zwischen dem Wohn- und Arbeitsort. Gemäss der dritten Pendler*innenbefragung kommen für rund 66% der Arbeitswege (in km) Bahn, Tram und Bus zum Einsatz, für rund 26% der motorisierte Individualverkehr, und die restlichen 8% der Wege werden mit Muskelkraft zurückgelegt.

Die Niederlassung Zürich beteiligte sich 2020 an der Aktion Bike to work. Innerhalb des Unternehmens wurden 18 Teams gebildet, welche im September einen Teil oder den ganzen Arbeitsweg per Velo zurücklegten. Sie sind so insgesamt 13'700 km geradelt.

Im Rahmen unseres Mobilitätsmanagements engagieren wir uns dafür, den Anteil an umweltfreundlichen Mobilitätsformen weiter auszubauen. Zum Beispiel erhalten all unsere Mitarbeiter*innen mit einem Mindestpensum von 50% sowie einer Anstellungszeit von über 6 Monaten gratis einen Gutschein für ein Halbtax-Abo. 2020 wurden insgesamt 1’279 Halbtax-Gutscheine bezogen.

Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen

Die Pendlerbefragung wird alle 2 Jahre durchgeführt. Die Angaben beziehen sich daher auf das Jahr 2019. Der Primärenergiebedarf für die Pendlermobilität belief sich auf 3'055 MWh oder bezogen auf die Anzahl Stellen 3'134 kWh pro Vollzeitstelle. Die durch die Pendlermobilität induzierten Treibhausgasemissionen betrugen 2019 rund 448 t CO2-Äquivalente, was 439 kg CO2-Äquivalenten pro Vollzeitstelle entspricht. Die Emissionen der Pendlermobilität werden den indirekten Emissionen im Scope 3 zugerechnet. 95% der Emissionen entfallen auf den motorisierten Pendlerverkehr (Auto, Motorrad, Roller).

Wasser

Auch in der Schweiz ist Wasser ein sehr kostbares Gut, obwohl es meist im Überfluss vorhanden scheint. So sind wir unter anderem als Schweizer Konsument*innen Netto-Wasser-Importeure: unsere Wasservorräte würden nicht ausreichen, um all unsere konsumierten Produkte und Lebensmittel in unserem Land selbst herzustellen. Zudem brauchen sowohl die Wasseraufbereitung als auch die Abwasserreinigung sehr viel Energie und Ressourcen. Wir fühlen uns daher zu einem sorgsamen Umgang mit Wasser verpflichtet.

Im Jahr 2020 haben die Unternehmungen der Amstein + Walthert Gruppe insgesamt 4'639 m3 Wasser bei der kommunalen Wasserversorgung bezogen. Dies entspricht rund 178 Litern pro Quadratmeter Energiebezugsfläche, beziehungsweise rund 18 Litern Wasser pro Mitarbeiter-Vollzeitäquivalent (VZÄ) und Arbeitstag. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 19 Litern pro Mitarbeiter-Vollzeitäquivalent und Arbeitstag.

Das bezogene Wasser wird als Brauchwasser (Grau- und Schwarzwasser) der Abwasserreinigungsanlage (ARA) vor Ort zugeführt und dort entsprechend aufbereitet.

Ressourcen

Unser Unternehmen ist eingebettet in die natürliche Umwelt mit ihren Ressourcen, welche eine zentrale Basis unserer Tätigkeiten darstellen. Wir gehen daher mit den natürlichen Ressourcen sorgsam um, respektieren die Tragfähigkeit der Umwelt und der Ökosysteme und minimieren unseren ökologischen Fussabdruck so weit wie möglich. Das drückt sich z.B. in der Beschaffung unserer Produkte und in unserem Umgang mit Wasser oder Wertstoffen aus. Auch beim Energieverbrauch unserer Gebäude und bei unserer Mobilität legen wir Wert auf Nachhaltigkeit.

Beschaffung

Als Dienstleistungsanbieter beschafft Amstein + Walthert primär Büromaterial und IT-Komponenten. Wir haben im Rahmen der Zertifizierung nach ISO 50'001 eine Beschaffungsrichtlinie für den Standort Zürich erarbeitet. Darin wird festgehalten, dass die Auswahl und Bewertung von Inventar, IT-Komponenten und Fahrzeugen nach funktionellen, energetischen und nachhaltigen Kriterien zu erfolgen hat. Die Prozesse und Verantwortlichkeiten wurden definiert. In einem zweiten Schritt soll die Richtlinie in allen Unternehmen der Amstein + Walthert Gruppe eingeführt werden.

Papier und Drucksachen

Die Herstellung von Papier belastet die Umwelt. Sie benötigt grosse Mengen an Holz, Energie und Wasser und kann zur Einleitung gefährlicher Chemikalien in Gewässer führen. Durch die Verwendung von zertifiziertem Papier und Recycling-Papier kann die Belastung stark verringert werden. Einige Standorte wie z.B. Genf, Lausanne, Zürich und Frauenfeld haben bereits auf Recycling-Papier als Druckerpapier umgestellt.

Insgesamt haben wir 2020 14'410 kg Druckerpapier (A4, A3 und Plotterpapier) beschafft. Dies entspricht pro Vollzeitäquivalent und Jahr 14.1 kg Druckerpapier und rund 1.2 kg Couverts. Unser Ziel ist es, den Papierverbrauch kontinuierlich zu reduzieren und in Zukunft papierlos zu arbeiten. Diesem Ziel kommen wir Schritt für Schritt näher. Seit 2017 konnten wir unseren Drucker-Papierbedarf um 7'293 kg oder 46.6% reduzieren.

Büromaterialien und Büromöbel

Unsere Büromaterialien und Büromöbel beziehen wir am Standort Zürich von Anbietern, welche Nachhaltigkeitskriterien einen hohen Stellenwert einräumen. Die Unternehmen belegen ihre Bemühungen für eine nachhaltige Produktion in ihren Nachhaltigkeitsberichten.

Informatik

Bewertungskriterien zur Beschaffung von PCs und anderen elektronischen Geräten basieren primär auf dem Funktionsumfang und der Leistung. Nachhaltigkeitskriterien gemäss Beschaffungsrichtlinie werden ebenfalls berücksichtigt.

Nahrungsmittel/Verpflegung

Ausgewogene Ernährung bei gegenseitigem Austausch

Eine gesunde Ernährung ist eine wichtige Voraussetzung für körperliches und seelisches Wohlbefinden. Es ist uns daher wichtig, unsere Mitarbeiter*innen bei einer ausgewogenen Ernährung zu unterstützen. An vielen Standorten steht den Mitarbeiter*innen gratis Obst zur Verfügung. Wir achten dabei auf regionale, saisonale und biozertifizierte Früchte. Denn nebst Mobilität und Gebäude hat auch die Ernährung beziehungsweise deren Emissionen einen grossen Einfluss auf das Klima. Rund 30% der weltweiten Treibhausgasemissionen werden durch Ernährung verursacht.

Pausen bieten immer auch Gelegenheiten zum Austausch und zur Vernetzung unter den Mitarbeiter*innen. Die Unternehmen der Amstein + Walthert Gruppe bieten mit den Pausenräumen und Cafeterien den passenden Rahmen dazu an. Es freut uns, dass diese Angebote gerne für gemeinsame Pausen und das Mittagessen genutzt werden.

AWlino

An unserem grössten Standort in Zürich (rund 500 Mitarbeitende) können sich unsere Mitarbeiter*innen im Personalrestaurant AWlino verpflegen. Jeden Tag stehen vier Menüs zur Auswahl. Das täglich wechselnde Angebot besteht aus einem «Globetrotter»-Menü mit Fleisch, Fisch oder Geflügel, einem Local- und einem vegetarischen Menü sowie abwechselnd einem Pastagericht oder Pizza. Abgerundet wird das ganze Angebot durch ein reichhaltiges Salatbuffet. Die Menüs werden von Catering Services Migros vor Ort gekocht.

Bei Menüangeboten mit Fleisch und Fisch gelten bezüglich der Herkunft die Auswahlkriterien der Catering Services Migros. Kalb-, Rind-, Schweinefleisch und Poulet stammen aus der Schweiz (Ausnahme: Edelfleischstücke vom Rind). Indem beim Menüangebot das Schwergewicht auf die genannten drei Fleischsorten Schweizer Herkunft gelegt wird, werden zum einen die einheimische Landwirtschaft unterstützt, zum anderen lange Transportwege vermieden. Da die einheimische Produktion bei einigen Fleischarten nicht ausreicht, wird auch Fleisch aus ausländischer Produktion angeboten. Das Angebot an Fisch und Meeresfrüchten basiert auf den Empfehlungen des WWF. Dadurch wird garantiert, dass keine Produkte aus bedrohten Beständen oder umweltschädlicher Zucht eingesetzt werden. Pangasius und tropische Crevetten stammen aus umweltfreundlicher Zucht in Vietnam.

Die Äpfel der Apfelaktion in der Wintersaison werden direkt vom lokalen Bauern bezogen.
Die Verpflegung verursacht auch Abfälle - sei es organischer Natur oder durch Verpackungen. Weitere Informationen dazu finden Sie im Eintrag Abfall.

Abfall

Nicht nur die Herstellung und die Nutzung von Produkten, sondern auch ihre Entsorgung führen zu einer Belastung unserer natürlichen Umwelt. Es ist uns daher ein Anliegen, Abfälle wo immer möglich zu reduzieren sowie Sekundärrohstoffe zu recyceln und dem Wertstoffkreislauf zuzuführen. Es ist unser erklärtes Ziel, Abfälle an sämtlichen Unternehmensstandorten systematisch zu trennen.

Wir führen gut 47% unserer Abfälle dem Recycling zu. Die aussergewöhnlich tiefe Recyclingquote im Jahr 2018 ist auf den Umzug unseres Hauptsitzes in Zürich in den Andreasturm zurückzuführen. Im Rahmen des Umzugs wurde viel Material entsorgt, ohne eine getrennte Sammlung zu implementieren.

Betriebskehricht, Papier und Karton

In den Unternehmen der Amstein + Walthert Gruppe fielen 2020 rund 18 Tonnen Betriebskehricht an, welcher der Verbrennung zugeführt wurde. Dies entspricht knapp 18 kg pro Vollzeitäquivalent und Jahr. An verschiedenen Standorten werden laufend Massnahmen umgesetzt, um Abfall zu vermeiden. Der Ersatz von Kunststoffverpackungen durch Mehrweggeschirr beispielsweise an den Standorten Basel und Zürich wirkt sichtlich: der Betriebskehricht pro Vollzeitstelle konnte firmenweit gegenüber 2017 um einen Drittel reduziert werden.

Der Betriebskehricht der A+W Zürich wird im Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz der energetischen Nutzung zugeführt. Papier und Karton werden an allen Standorten getrennt gesammelt und dem Recycling zugeführt.

Organische Abfälle

An einigen Unternehmensstandorten werden auch die organischen Abfälle separat gesammelt. In Zürich werden die organischen Abfälle des Personalrestaurants AWlino beispielsweise durch eine spezialisierte Firma zur Gaserzeugung genutzt. 2020 wurden durch die konsequente Sammlung in Zürich gut 1'000 kg Bioabfall zu Biogas umgewandelt.

Altglas, PET, Alu und Batterien

Altglas, PET- und Alu-Behälter werden an unseren Standorten vom Betriebskehricht getrennt und dem Recycling zugeführt. Altglas wird grösstenteils zu neuen Glasverpackungen aufbereitet, kommt aber auch als Schaumglasschotter als Dämmaterial in der Bauindustrie zum Einsatz. Aus PET-Behältern entstehen neue Flaschen, PET-Rezyklat Folien, Verpackungen, Textilien, Rucksäcke oder Sportschuhe. Der Einsatz von rezykliertem Aluminium bringt eine Einsparung der ursprünglich aufgewendeten Energie von bis zu 95% Die Standorte Zürich, Frauenfeld, Bern und Luzern geben die Nespresso-Kapseln an den Hersteller zurück. Aus dem Kaffeesatz wird Biogas produziert. Das Aluminium wird eingeschmolzen und beispielsweise zur Herstellung von Fensterrahmen, Fahrrädern und Motorblöcken verwendet.

Batterien weisen eine hohe Umweltbelastung auf, sind aber für viele Anwendungen dennoch notwendig. Diese werden gesammelt und rezykliert.