Botanischer Garten, Zürich

Energie- und Medienversorgungskonzept

Das Areal des Botanischen Gartens der Universität Zürich (UZH) umfasst mehrere Gebäude mit einer Mischnutzung aus Büro- und Laborflächen, Gewächshäusern, Bibliotheken, Hörsälen und Restaurants. Die Energie- und Medienversorgung erfolgt zentral, wobei sich die Hauptanlagen im Gebäude BOT befinden.

Die Universität Zürich beauftragte Amstein + Walthert mit der Entwicklung eines ganzheitlichen Konzepts für die Energie- und Medienversorgung des Areals, mit der Zielsetzung der Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. 

Im Rahmen des Projekts wurden sämtliche thermischen Medien, Sanitärmedien sowie die Elektroerschliessung analysiert. Basierend auf der Erhebung des Ist-Zustands, dem aktuellen Energiebedarf und der baulichen Entwicklungsstrategie wurde eine Prognose für den zukünftigen Bedarf erstellt und die Konzepte entwickelt. 

Mögliche Versorgungsvarianten für die thermische Medienversorgung beruhen auf der Nutzung von Abwärme mittels eines saisonalen Speichers, allenfalls in Kombination mit Fernwärme. 

In einem zweiten Schritt wurde die Bewilligungsfähigkeit von Erdwärmesonden gemeinsam mit den verschiedenen Stakeholdern (Nutzer, Ämter) vertieft und die technische Machbarkeit mittels einer Probebohrung und einem Thermal-Response-Test nachgewiesen.

© Botanischer Garten der Universität Zürich
Matthias Mast

Matthias Mast
Teamleiter Energie
A+W Zürich

Marc Häusermann

Marc Häusermann
Leiter Division HLKS
A+W Zürich

Beteiligte

Auftraggeberin

  • Universität Zürich

Facts & Figures

Leistungen Amstein + Walthert

  • Machbarkeitsstudie:
    • Energie- und Leistungsbedarfsanalyse
    • Entwicklung Versorgungs- und Vernetzungsvarianten inkl. Berücksichtigung Bestandsanlagen für Wärme/Kälte, Strom, Druckluft und Sanitärmedien
    • EWS-Simulation mit Geowattcore
    • Begleitung EWS-Probebohrung und Thermal-Response-Test (eTRT)
    • Berechnung Wirtschaftlichkeit und Gestehungskosten
    • Variantenbeurteilung und Empfehlung
Juli 2024
Projektbeginn
Februar 2026
Projektende
18'600 m²
Nettogeschossfläche
1 MW
Wärmeleistung
0.5 MW
Kälteleistung

Speziell in diesem Projekt

Energie

Die Wärmeversorgung des Areals soll in Zukunft durch den Einsatz von Wärmepumpen und den Anschluss an einen Wärmeverbund erfolgen, um eine nachhaltige Energieversorgung ohne den Einsatz fossiler Energieträger zu gewährleisten (Dekarbonisierung der Wärmeversorgung).

Nachhaltigkeit

Durch den Einsatz von Wärmepumpen in Kombination mit dem Anschluss an den Wärmeverbund Tiefenbrunnen lassen sich die CO2-Emissionen um 90 % senken.