Schaffhausen-Altstadt - Wärmeversorgung

Machbarkeit Energiezentrale Goldstein

Die Stadt Schaffhausen hat sich in ihrer Klimastrategie das Ziel gesetzt, den Wärmebedarf bis spätestens 2050 CO2-neutral decken zu können. Für die Altstadt mit ihren alten und vielen denkmalgeschützten Gebäuden sowie den engen Platzverhältnissen, stellt dies eine Herausforderung dar; eine individuelle Lösung pro Gebäude ist schwierig zu realisieren.

Im Rahmen einer strategischen Studie wurde deshalb in den Jahren 2021 und 2022 von Amstein + Walthert das Konzept für den Fernwärmeverbund Altstadt Süd entwickelt.

Darauf aufbauend wurde im Rahmen einer Machbarkeitsstudie das technische Konzept für einen Energiezentralenstandort im Gebäude Goldstein ausgearbeitet, die als Grundlage für den Standortentscheid dient.

Zusätzlich wurde das Gesamtkonzept für den Energieverbund entwickelt, welches die Einbindung einer bestehenden Energiezentrale beinhaltet. Mit Grundwasser als Energiequelle sollen drei Wärmepumpen in der Energiezentrale die Wärme für das Fernwärmenetz produzieren.

Eine Energiezentrale mit den angedachten Leistungen ist im Gebäude Goldstein technisch machbar. Die Raumhöhen sind nicht optimal, aber der Einbau der Wärmepumpen ist dennoch möglich. Eine weitere Herausforderung stellt der Schallschutz dar. Entsprechende Massnahmen wie eine spezielle Lagerung der Wärmepumpen wurden ausgearbeitet.

Matthias Mast

Matthias Mast
Teamleiter Energie
A+W Zürich

Marc Haeusermann

Marc Haeusermann
Departementsleiter HLKS
A+W Zürich

Beteiligte

Auftraggeberin

  • SH Power

Speziell in diesem Projekt

Energie

Erneuerbare Energien können auch im schwierigen Umfeld einer Altstadt zur Wärmeversorgung mittels eines Fernwärmenetzes genutzt werden.

Nachhaltigkeit

Durch die neue Wärmeversorgung können die CO2-Emissionen der Altstadt Schaffhausen um 90% gesenkt werden.

Digitalisierung

Um den Wärmebedarf zu bestimmen, wurde der Energiebedarf gebäudescharf mittels eines Geografischen Informationssystems (GIS) abgebildet und analysiert.

Innovation

Schaffhausen ist eine der ersten Städte, welche einen Wärmeverbund für eine Altstadt prüft. Die örtlichen Gegebenheiten in einer historischen Altstadt sind für einen Wärmeverbund schwierig.

Facts & Figures

  • Energetische Modellierung
  • GIS-Analyse Energiebedarf
  • Technische Ausarbeitung HLK
  • Schalltechnische Bewertung und Massnahmen
Jan. 2023
Projektbeginn
Okt. 2023
Projektende
28 GWh/a
Wärmebedarf
11 MW
Leistungsbedarf
3'900 m
Leitungslänge
437
Gebäude