Studie: Sind die Treibhausgasemissionen der Gebäudetechnik mittels BIM berechenbar?
Im Auftrag des Amts für Hochbauten (AHB) der Stadt Zürich untersuchte Amstein + Walthert, ob die grauen Treibhausgasemissionen (gTHG) der Gebäudetechnik zuverlässig aus BIM‑Modellen abgeleitet werden können. Ziel war es, die heutigen, pauschalen Berechnungsmethoden durch eine präzisere, bauteilbasierte Auswertung zu ersetzen und dadurch fundierte Grundlagen für ökologische Entscheidungen zu schaffen.
Im Rahmen der Studie wurden die Lüftungsanlagen dreier Schulhäuser (Leimbach, Tüffenwies, Triemli/ In der Ey) detailliert analysiert. Trotz unterschiedlicher Modellierungsqualitäten und heterogenen IFC‑Strukturen zeigte sich: Eine belastbare Berechnung der gTHG ist möglich, sofern Geometrie, Klassifikation und wesentliche Merkmale konsequent modelliert werden. Für Leitungen wurde eine geometrische Methode eingesetzt, während komplexe Komponenten über «Environmental Product Declarations» bewertet wurden.
Die Ergebnisse liefern vergleichbare Werte in kg CO₂‑eq/m²·a und bestätigen die Machbarkeit einer systematischen BIM‑basierten Ökobilanzierung. Auf Basis dieser Erkenntnisse definierte Amstein + Walthert konkrete Empfehlungen zu Modellierungsqualität, IFC‑Standards, Merkmalanforderungen und Typisierung. Sie bilden die Grundlage für zukünftige AHB‑Projekte und ermöglichen perspektivisch eine skalierbare Auswertung auf Portfolioebene.
Beteiligte
Auftraggeberin
- Amt für Hochbauten Stadt Zürich
Facts & Figures
Leistungen Amstein + Walthert
- BIM-Beratung
- Nachhaltiges Immobilienmanagement
- Life Cycle Management