Energiestadt Landquart, Graubünden

Solarstrom Potenzialstudie Kommunale Gebäude

Die Energiestadt Landquart verfolgt die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft mit einer konsequenten und ergebnisorientierten Energie- und Klimapolitik. Um die vorgegebenen Ziele zu erreichen, müssen die erneuerbaren Energien weiter ausgebaut und das lokale Potenzial besser genutzt werden. Im Rahmen eines Turnhallenneubaus konnte in Zusammenarbeit mit Amstein + Walthert im Jahr 2020 bereits eine PV-Anlage mit 311 kWp realisiert werden. Um die Machbarkeit weiterer PV-Anlagen auf und an kommunalen Gebäuden abzuklären, wurde das Potenzial der restlichen gemeindeeigenen Liegenschaften erfasst und eine Liste mit 14 Gebäuden definiert. Anschliessend wurde das Solarstrompotenzial der Dach- und Fassadenflächen dieser Gebäude im Detail untersucht, Ertragssimulationen durchgeführt und die Wirtschaftlichkeit berechnet. Dabei wurde die Erreichung eines optimierten Eigenverbrauchsgrades in Kombination mit einer möglichst hohen Autarkie angestrebt. In Abstimmung mit der Immobilienstrategie der Gemeinde wurde ein Umsetzungsplan erstellt, um die Realisierung der vielversprechendsten Anlagen auf den Erneuerungszyklus abzustimmen.

Mit der erarbeiteten Machbarkeitsstudie hat die Gemeinde nun einen konkreten Fahrplan auf ihrem Weg zur Erreichung der 2000 Watt Ziele im Strombereich vorliegen. Bei Ausnutzung des aufgezeigten Potenzials kann zusammen mit den bereits bestehenden Anlagen der kommunale Strombedarf zu 85 % erneuerbar aus eigenen Solarstromanlagen gedeckt werden.

Expert*in

Brändle Stefan

Brändle Stefan
Teamleiter Solarenergie
A+W Zürich

Beteiligte

Gemeinde Landquart (Bauamt und Energiekommission)

Facts & Figures

  • Solarstrom: Potenzialanalyse von Dach- und Fassadenflächen verschiedener öffentlicher Gebäude der Gemeinde
  • Ertragssimulationen und Eigenverbrauchsberechnungen
  • Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen
  • Abklärungen für Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) und Abklärungen der Netzanschlussleistungen
  • Umsetzungsplanung in Koordination mit der Immobilienstrategie der Gemeinde
Februar 2021
Projektstart
März 2021
Ausführungsende
14 Gebäude
Anzahl Objekte
630 kWp
Solarpotenzial
655 MWh/a
Möglicher Solarertrag

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