Erweiterung Logistikzentrum
Die baulichen und technischen Massnahmen wurden in mehreren Etappen unter laufendem Betrieb umgesetzt – eine besondere Herausforderung, da die Logistikprozesse der Landi Schweiz AG jederzeit aufrechterhalten werden mussten. Dies erforderte eine präzise Planung, klare Kommunikationswege und eine enge Abstimmung zwischen Bauherrschaft, Planern, ausführenden Unternehmen und dem Betriebspersonal.
Die HLKSE-Gewerke (Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär und Elektro) sowie die Gebäudeautomation und die Brandschutzplanung wurden aufeinander abgestimmt, um Synergien zu nutzen und Schnittstellenrisiken in der Planung zu minimieren. Die neuen Lüftungsanlagen versorgen die Büro- und Lagerbereiche mit einem Luftvolumen von bis zu 19’000 m³/h und gewährleisten so ein angenehmes Raumklima auch bei hohen logistischen Belastungen. Für das Gefahrenstofflager wurde eine Sturmlüftung und eine bis dato schweizweit einmalige Leichtschaumlöschanlage realisiert, die den Anforderungen explosionsgefährdeter Bereiche (ATEX) gerecht wird. Die Auslegung erfolgte unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Lagerklassen der Gefahrengüter, um eine normkonforme und sichere Brandbekämpfung zu gewährleisten. Zum Einsatz kommt eine Leichtschaumlöschanlage, die im Ereignisfall eine effektive Löschwirkung erzielt und gleichzeitig darauf ausgelegt ist, die verbleibende Wassermenge auf ein Minimum zu reduzieren. Dadurch werden Folgeschäden sowie Entsorgungsprozesse deutlich minimiert.
Besonders anspruchsvoll war die steuerungstechnische Integration der Anlage in die Brandmeldeanlage. Die Koordination zwischen den beteiligten Systemen erforderte eine präzise Abstimmung. Das Brandschutzteam von Amstein + Walthert übernahm die Auslegung und Überwachung der Gefahrenstoffklassen und schuf so die Basis für die Realisierung der Anlage.
Die Sanitärinstallationen umfassen neue Garderoben, Dusch- und WC-Anlagen sowie eine Enthärtungsanlage und eine Frischwasserstation, die für den steigenden Wasserbedarf optimiert wurde. Auch die bestehende Sprinkleranlage wurde erweitert und an die neuen Lager- und Verladebereiche angepasst, unter den Vorgaben des Brandschutzes und in enger Abstimmung mit den Behörden.
Ein weiterer technischer Schwerpunkt lag auf der Gebäudeautomation: Zwei neue Automationsschwerpunkte steuern heute sämtliche HLKSE-Anlagen über BACnet, inklusive Visualisierung, Alarmierung und Energiemessung. Die Integration in das bestehende System erforderte umfangreiche Abstimmungen und eine phasenweise Inbetriebnahme, um Störungen im laufenden Betrieb zu vermeiden.
Die Inbetriebnahme erfolgte gestaffelt, begleitet von integralen Tests, Betreiberinstruktionen und einer vollständigen Dokumentation aller Anlagen. Besonders anspruchsvoll war dabei die Koordination der verschiedenen Gewerke während der Testphase sowie die Sicherstellung der Funktion aller Anlagen im Zusammenspiel
Beteiligte
Bauherrschaft
- Landi Schweiz AG
Architektur
- bfb Egerkingen AG
Nutzung
- Landi Schweiz AG
Facts & Figures
Leistungen Amstein + Walthert
- Gebäudetechnikplanung HLKS/E/GA
- Räumliche Fachkoordination
- Brandschutz
- BIM-Koordination
